Sei gegrüßt geneigter Leser,
Zuerst einmal vielen Dank für deinen Besuch auf meinem Vietnam-Blog. In diesen hektischen, von Rezessionsangst und Terrorgefahr geprägten Zeiten ist es dir (wir bleiben beim Du, ja?) hoch anzurechnen, dass du dir die Zeit nimmst, meine geistigen Ergüsse in digitaler Form zu lesen, zu verarbeiten und zu verstehen. Du könntest ja stattdessen auch etwas sinnvolles machen. Du bist aber hier, dafür also noch einmal vielen Dank.
Da dir die URL dieser Internetpräsenz bekannt ist, gehe ich mal davon aus, dass wir uns aus dem richtigen Leben kennen. Sollte dies nicht der Fall sein, oder sollten dir trotzdessen meine “Vorgeschichte” und die Eckdaten meiner Reise nicht geläufig sein, so bitte ich dich, die folgenden Zeilen sorgfältig durchzulesen, um das nötige Hintergrundwissen zu erhalten, dass für das Verständnis dieses Blogs und seiner Einträge essentiell ist. (Randnotizen und Textmarkierungen sind hilfreich)
Kommen wir zur Sache. Mein Name ist Patrick, ich bin 19 Jahre alt und komme aus Bonn. Ich habe vor einigen Monaten mein Abitur gemacht, und da ich mich noch nicht direkt in die Verwertungsmaschinerie Karriere begeben wollte, (und eh nicht genau weiß, was ich studieren will) beschloss ich, ersteinmal ein FSJ, ein Freiwilliges Soziales Jahr, zu machen. Viele Faktoren beeinflussten diese Entscheidung, so zum Beispiel meine Liebe fürs Reisen und das Entdecken ferner Länder und Kulturen, oder die Tatsache, dass mein Vaterland den Dienst an der Waffe oder am Krankenbett von mir verlangte, und ich diesen durch ein FSJ ersetzen kann.
Also machte ich mich auf die Suche nach einer Möglichkeit, wie ich in einem dieses Jahr sinnvoll in einem Entwicklungsland nutzen kann, um zu helfen und zu lernen. Zupass kam mir dabei ein neues Projekt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeitund Entwicklung (BMZ), genannt weltwärts. Ziel ist es, junge Deutsche mit Entwicklungshilfeprojekten im Ausland in Konakt zu bringen. Der Vorteil dabei ist, dass Flug, Unterkunft und Verpflegung bezahlt werden. Ich habe mich dann beim Deutschen Entwicklungsdienst (DED) beworben und die Zusage für ein Projekt in Hoi An, Vietnam, bekommen.
Nach einem 10-tägigen Vorbereitungsseminar in Deutschland ging es am 12. August 2008 mit dem Flieger in die Hauptstadt Hanoi. Dort traf ich 7 andere Freiwillige und wir verbrachten einen Monat zur weiteren Vorbereitung mit den DEDlern Eva, Oli und Huyen. Dieser Monat bestand aus Kennenlernen der Kultur, einem 3-wöchigen Crashkurs Vietnamesisch und Sightseeing.
Am 12. September ging es dann mit dem Zug in unsere jeweiligen Einsatzorte. Ich wohne in Hoi An mit Flo, Lucas und Maria in einem Haus.
Ich arbeite hier bei einer Firma namens Reaching Out Handicrafts (RO). Diese Firma wurde 2001 von meinem Chef Mr. Binh und seiner Frau Quyen gegründet. Mr. Binh sitzt seit seinem 15. Lebensjahr aufgrund eines medizinischen Fehlers im Rollstuhl. Er hat diese Firma gegründet, um anderen behinderten Menschen in der Umgebung die Chance auf ein geregeltes Einkommen und ein würdevolles Leben zu geben. Der Staat kümmert sich hier sehr wenig um diese Menschen. RO zahlt seinen Mitarbeitern faire Löhne, sie erhalten Verpflegung und eine Kranken- und Rentenversicherung; keine Selbstverständlichkeit in Vietnam. Der Laden und die Werkstatt, in der hauptsächlich Souvenirs wie Porzellanwaren, Seidenstickereien und Schmuck hergestellt werden, liegen direkt im Herzen der Altstadt.
Ich bin bei Reaching Out hauptsächlich für die Internetseite und den Onlineshop verantwortlich, wir wollen in der Zukunft mehr mit Händlern im Westen zusammenarbeiten, um von dem Direktverkauf an Touristen unabhängig zu sein. Zusammen mit Sam, einer Unternehmensberaterin aus den USA, werde ich versuchen, diesen Kontakt herzustellen.
So, ich hoffe das reicht erstmal an Informationen über mich, sollte dir noch eine Frage auf den Nägeln brennen, dann poste doch einfach einen Kommentar.
Weiterhin noch viel Spaß mit dem Blog,
Patrick
Hallo herzallerliebster Bruder:)
Vietnam hört sich toll an!!!
Es freut mich , dass er dir anscheinend so gut gefällt und es hat mir spaß gemacht dein Tagebuch zu lesen:)
Ich werde hier jetzt regelmäßig vorbeischaune:)
Ich hab dich lieb
Britta
hey patriiiiicke!:)
so, jetzt hab ich mir auch mal deine erlebisse durchgelesen!
hört sich ja alles echt spannend an und es scheint dir ja auch ganz gut da zu gehn, oder?! – hoffe ich jeden falls:)
hier ist (leider) der alte schulaltag wieder eingekehrt…vll kannste dich aj noch wage an diese zeit erinnern;)
ich wüsche dir jedenfalls noch gaaaaanz viel spaß und genieß die zeit.
weil wenns dir wirklich so gut gefällt da, dann geht eh alles viiiiel zu schnell vorbei:)
also…ich drück dir auf jedenfall die daumen, dass alles weiterhin so gut für dich läuft und wenn du magst und zeit findest, kannste dich ja mal melden!
hab dich lieb, :-*
Evi
na eule alles fit bei dir da drueben, hoffe schon und die bilder laßen auch den eindruck erwecken.
hab leider deine sehr ausführlichen berichte noch nicht vollständig lesen können, aber die bilder sehen fast nach paradis aus und ich hoffe du läßt es dir da drueben auch demendsprechend gehen.
naja alles gute aus bonn und viel spaß noch
steffen
Hallo Patrick!
Liebe Grüße aus Burgdorf. Ich habe gestern mit deiner Mutter telefoniert und wie das bei Müttern so üblich ist, fragt man ja nach den Kindern. Sie hat mir dann einiges erzählt und mir deine Blog-Adresse gegeben. Ich habe es mit viel Interesse und Spannung durchgelesen, zumal du einen guten Schreibstil hast. Ich finde es klasse wie detailliert, kritisch und mit Blick auf größere Zusammenhänge du deine Erlebnisse schilderst und einordnest. Ich bewundere deinen Mut (und den deiner Mtstreiter). Dieses Jahr wird euch persönlich weiter bringen als jeder Schulunterricht oder sonstige theoretische Ausbildung. Viel Glück und weiterhin eine schöne und spannende Zeit.
Liebe Grüße
Doris
Patrick, ich habs endlich mal auf deinen Blog geschafft
*yeeehhhaaaa*
Sehr spannend.
Hab von deinem malheur mit dem ipod gehört. hoffe du findest ne alternative.
ich hab morgen noch frei, werd mal anrufen.
Hab dich lieb
Lucas
Hi Patrick,
Alles gute nachträglich zum Geburtstag und ich wollte dir nur mal mitteilen das du echt ein händche hast den Blog zu gestalten. Deine Texte lese ich imer sehr aufmerksam!
Mach weitter so!
Bis dahin deine Charly
Salamu aleykum Patrick!
Wir zwei kennen uns von der Wasserkuppe, ich bin der blonde, der noch freakiger ist als ihr alle zusammen und alleine in ein Dorf in Westafrika zog. Wenn ich mir deine Bilder so anschaue, dann merkt man, dass ihr Wasser echt im Überfluss habt – im Sahel ist genau andersrum, aber zum Glück hat sich die Regenzeit hier schon angekündigt.
Tja, hab dich bisschen spät entdeckt, aber wär cool, wenn du zurückschreiben würdest. Grüße auch an die anderen, und auch von Alex.
Michael
hey,
ich bin grad auf deine seite gestoßen, weil ich mich selbst für dieses projekt für 2009/2010 beworben habe. vielelicht könntest du mir ja ein paar fragen beantworten: wie läuft das zum beispiel mit der sprache? ich würde sehr gerne vietnamesisch lernen und mich würde mal interessieren ob man das in einem jahr ohne vorkenntnisse schaffen kann? und wie is das mit dem essen (ich bin vegetarierin), stellt das ein problem dar? sonst hört sichs ja an, dass alles schön ist, also hoffe ich mal, dass ich auch dort hin darf
liebe grüße,
tamara
Hallo Patrick,
vllt erinnerst Du Dich an mich. Rafael, vom Vorbereitungsseminar, bin in Burkina Faso. Habe mir gerade Deinen Block durchgelesen. Sehr cool!!! Wollte mich bei der Gelegenheit erkundigen, ob Du das Nachbereitungsseminar wieder in Fulda sein wirst.
Reinhaun
Rafael